Gelungener Veranstaltungsauftakt im KKZ

Ausverkauftes Haus beim Programmstart im Kultur- und Kommunikationszentrum Dummerstorf


Gleich bei der ersten Veranstaltung im KKZ des Vereins konnten nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden - der Plattdeutsch-Abend mit Wolfgang Mahnke war ausverkauft. Und die Gäste wurden in keinem Moment enttäuscht. Mit seinem trockenen Humor und der ebenfalls trockenen Mimik sowie der korrespondierenden, sparsam eingesetzen Mimik brachte der Fritz-Reuter-Literaturpreisträger die Anwesenden zum nachdenk-lichen Schmunzeln oder zu lauten Heiterkeitsausbrüchen. Der gute Vertraute des Hauses war sicher nicht das letzte Mal beim Verein "Auf der Tenne" e. V.

Herbstprogramm im KKZ - sehr gut besucht

Volles Haus bei ersten Herbstveranstaltungen im Kulturzentrum Dummerstorf

Nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr im KKZ Dummerstorf trafen auch die beiden ersten Veranstaltungen des Herbstprogramms den kulturellen bzw. Informationsnerv der Dummerstorfer und ihrer Gäste aus dem Umland - jeweils ausverkauft! Beim "heuratslustigen Frollein" des Plattdütsch-Vereins "Klönsnack-Rostocker 7" e. V. kamen die Freunde der plattdeutschen Sprache und des Humors wieder voll auf ihre Kosten. Im Gegensatz dazu war der Länderabend "Syrien - Jahrtausende alte Kulturen und heutige Tragödie" wegen der aktuellen Situation und Sprache ein gewisses Wagnis. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt in Deutschland aber zogen die beiden jungen Syrer Bassam aus Homs und Mohamed aus Aleppo durch ihre authentischen Berichte über ihr geliebtes Heimatland die Gäste vom ersten Moment an in ihren Bann. Und nach dem Kurzfilm des angehenden Dokumentarfilmers Bassam Al-Jandali über seine zerstörte Heimatstadt Homs herrschte minutenlanges Schweigen, bevor die zwei mit Fragen vor allem über ihr persönliches Schicksal überschüttet wurden. Es war ein bewegender Abend, der den beiden jungen Syrern zusätzliche Kraft und Zuversicht gab.

Riesiges Interesse an "Ein Jahr ohne Zucker?"

"Ein Jahr ohne Zucker?" - Ein Leben "ohne" Zucker in Theorie und Praxis

Das Kultur- und Kommunikationszentrum des Vereins "Auf der Tenne" e. V. war auch bei der zweiten Veranstaltung des Jahres 2016 bis auf den letzten Platz gefüllt. Denn viele Gäste aus Dummerstorf und Umgebung bewegte die Frage, ob bzw. wie ein Leben "ohne" Zucker überhaupt möglich sein sollte. Natürlich nicht, so die Referentin Frau Bianca Heinicke. In dieser Kardinalfrage ist für sie der Verzicht auf den isolierten, den Lebensmitteln beigefügten Zucker entscheidend, den sie vom natürlich in Nahrungsmitteln gebundenen Zucker unterschied. Eine plausible Erklärung, wissenschaftlich sicher noch weiter zu hinterfragen. Die Referentin überzeugte insbesondere mit ihren persönlichen Erfahrungen bei der Überwindung ihrer zahlreichen gesundheitlichen Probleme hin zu einem glücklichen, gesunden Leben und mit ihren praktischen Tipps für ein leben "ohne" bzw. mit weniger isoliertem Zucker. Und ihre 5 Sorten "zucker- freie" Schokolade waren einfach eine Offenbarung - Genuss pur!

Beste Unterhaltung im KKZ: Klaus-Jürgen Schlettwein

Die Erwartungen an den ersten Auftritt des bekannten Mecklenburger Künstlers am 17. März im KKZ Dummerstorf beim Verein "Auf der Tenne" e. V. waren hoch. Und sie wurden noch übertroffen, Gäste und Veranstalter waren sich einig: Das war beste plattdütsche Unterhaltung! Mit seiner sonoren Stimme und dem sauberen Platt, seinem gekonnten Gitarrenspiel und seiner Mimik und Gestik zog der fast Achtzigjährige das Publikum von der ersten Minute in seinen Bann. Ob bei derberen Riemels und Vertellers oder bei der besinnlichen, liebevollen Erinnerung an seine Kindheit und die Leistungen der Mütter in der Nachkriegszeit, überzeugte Schlettwein mit seiner Kunst und seiner Persönlichkeit. Selbst bei der Retrospektive an die "Capri-Fischer" und "Tiritomba" traf er er den Nerv der Dummerstorfer und ihrer Gäste. Die konnten sich glücklich schätzen, dabei gewesen zu sein, denn es konnten längst nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden.

 

Erfolgreicher Länderabend Neuseeland

Erster Länderabend 2016 im KKZ: Neuseeland

Gleich der erste Länderabend des Jahres 2016 im Kultur- und Kommunikationszentrum des Vereins "Auf der Tenne" e. V. war restlos ausverkauft, selbst die Warteliste musste vorzeitig abgeschlossen werden, so groß war das Interesse. Und die Erwartungen des Publikums wurden nicht enttäuscht. Zwar erfuhren die Gäste nicht sehr viel über die Geschichte und die gegenwärtige politische und soziale Entwicklung des Landes, seine Kulturen und die ethnischen Probleme.dafür aber umso mehr darüber, wie die Menschen am "anderen Ende der Erde" leben, wie anders als wir sie an ihr Leben herangehen und es gestalten. Die Referentin Regine Grzech wohnte in ihrem halben Jahr in Neuseeland tatsächlich bei 15 Gastfamilien und lernte die beiden Hauptinseln vom äußersten Norden bis zum Südzipfel auf tagelangen Wanderungen, Boots- und Kanufahrten oder bei Ausritten zu Pferd in ihrer ganzen Vielfalt kennen und dokumentierte sie in wunderschönen Fotos. Neben den Reizen der Natur war vor allem beeindruckend, auf welch unterschiedliche Menschen die Referentin traf, bei was für Typen sie mitunter wohnte, darunter schrullige Siedler mit großem Herzen, allein wirtschaftende robuste Frauen, Glücksritter aus aller Welt, wie schnell die ja nicht mehr so junge Allein-tramperin Kontakte schloss und immer auf Hilfe stieß. Auch weil sie unvoreingenommen und wissbegierig auf ihre Bekanntschaften zuging und jederzeit bereit war, selbst anderen zu helfen. Und dieser Eindruck festigte sich bei jeder neuen Station der Referentin und machte den Abend zu einem echten Gewinn. Dazu trugen auch wieder die Verantwortlichen von der "Tenne" für das Programm bei: Die Kostprobe der Landesküche war dieses und zum ersten Mal eine Süßspeise, eine Kiwitorte. Von den 48 ausgereichten großen Stücken wurde ein einziges Stück nicht völlig aufgegessen.

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